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Hamburg hat jetzt eine Kinderstadt: „Henry Town“

Rund 200 Kinder verwalten jetzt in Hamburg-Lokstedt ihre eigene Stadt – unter anderem mit Rathaus, Postamt, Krankenhaus, Theater und eigener Zeitung.

Sogar eine buddhistische Pagode sowie eine Stofftierwerkstatt gibt es dort. In der wohl kleinsten Stadt Deutschlands, die auf dem Gelände des Corvey-Gymnasiums aufgebaut wurde, leben die 7- bis 12-Jährigen Bewohner vom 29. Mai bis 1. Juni 2014 nach ihren eigenen Gesetzen. Sie arbeiten unter anderem als Bäcker, Friseur, Kaufmann, Handwerker oder Journalist, sitzen in der Bürgerversammlung und wählen ihren Bürgermeister. Wer keinen Job findet, geht zur Arbeitsagentur und wird extra beraten.

In der kleinsten Stadt Deutschlands ist mächtig was los: Rund 200 Kinder haben sich über Himmelfahrt beim  Einwohnermeldeamt von „Henry Town“ gemeldet und ihren Wohnsitz in die Kinderstadt des Hamburger Jugendrotkreuzes verlegt. Dort leben sie nun bis zum 1. Juni nach ihren eigenen Regeln und Gesetzen. Ihre Eltern bekommen höchstens als „Touristen“ bei geführten Stadtrundgängen Zutritt. In Henry Town genießen die jungen Bewohner im Alter von 7 bis 12 Jahren alle die gleichen Rechte und Chancen. Jede und jeder kann sich einen Beruf suchen und so viel Geld ausgeben, wie er oder sie verdient hat. Und wer arbeitslos wird, kann sich von der Agentur für Arbeit individuell beraten lassen. Denn beim zuständigen „Arbeitsamt“ können sich die Kinder um freie Stellen bemühen: Vom Beamten über Schmuckdesigner und Friseure bis hin zum Geschäftsführer sind in Henry Town viele Berufe im Angebot. So werden auch Redakteure händeringend gesucht, um das meinungsführende Lokalblatt mit Nachrichten und Hintergrundstorys zu versorgen. Tagesaktuell berichten die kleinen Journalisten auch online unter www.henrytown.de. Täglich gibt es zudem eine Bürgerversammlung, in der wichtige Gemeinschaftsprobleme angesprochen und Bürgerentscheide nach demokratischen Prinzipien gefällt werden. Alle Einwohner von Henry Town wählen zudem am ersten Tag ihren Bürgermeister oder ihre Bürgermeisterin.  „Die Kinder übernehmen Verantwortung für sich und andere. Sie treffen Entscheidungen und tragen die sich daraus ergebenden Konsequenzen. Sie erleben unmittelbar wie eine richtige Stadt funktioniert“, erklärt Hamburgs DRK-Präsident Wilhelm Rapp.

Doch unabhängig davon, wie die Gesetze und Entscheidungen auch ausfallen oder ob der gewählte Beruf viel oder wenig Geld einbringt: Hungern und im Freien schlafen muss in Henry Town keiner. Mehr als 150 Helfer verpflegen und betreuen alle Kinder während der vier Tage, sorgen für die Unterbringung und stellen als „Nachtwächter“ sicher, dass nach einem langen Arbeitstag mit der „Sperrstunde“ um 22.00 Uhr in der kleinsten Stadt Deutschlands Ruhe einkehrt.

Henry Town im Jubiläumsjahr des DRK Hamburg

Namensgeber der Kinderstadt ist Henry Dunant, der Gründer des Roten Kreuzes. Das Hamburger Rote Kreuz feiert 2014 seinen 150. Geburtstag und ganz Henry Town feiert mit – mit einem Abschlussfest und vielen selbst hergestellten Rotkreuz-Produkten und -Spielen. Über weitere Aktionen zum Jubiläumsjahr informiert der DRK Landesverband Hamburg e.V. auf der gesonderten Internetseite www.150jahre.drk-hamburg.de.
Das Projekt Henry Town – die Kinderstadt des Hamburger Jugendrotkreuzes – wurde aus Mitteln der Glücksspirale/LOTTO Hamburg und der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg unterstützt.


Bei Fragen zu der Kinderstadt Henry Town oder für die Vermittlung von Interviewpartnern steht Ihnen die Pressestelle des DRK Landesverbandes Hamburg gerne zur Verfügung. Telefon: 040/55420-157 oder -150.

30. Mai 2014 11:24 Uhr.